vendredi 23 mai 2014

Kampf gegen die Angst – Soziale Phobien



Aufregung vor einem wichtigen Gespräch oder Prüfungsangst hat sicher jeder schon einmal erlebt. Doch Angst vor einer Party oder davor, in Gegenwart anderer zu essen? Das scheint den meisten von uns wohl übertrieben. Für Menschen mit einer sozialen Phobie sind solche Ängste allerdings sehr real.

Sie sind auf eine Geburtstagsfeier eingeladen, auf der Sie eigentlich nur den Gastgeber kennen. Wie fühlen Sie sich am Abend vor der Party? Sind Sie neugierig darauf, was dort für Leute sein werden? Haben Sie vielleicht etwas Bedenken, dass Sie niemanden finden, mit dem Sie sich unterhalten können? Oder bekommen Sie gar Schweißausbrüche und Herzrasen, wenn Sie an den Abend denken?

Eine gewisse Nervosität ist in so einer Situation sicher verständlich. Aber keinesfalls ein Grund, schon vorher schlaflose Nächte zu haben und dem Abend mit zitternden Händen, Herzrasen und Schweißausbrüchen entgegen zu sehen, könnte man meinen. Menschen mit einer sozialen Phobie geht es aber genau so – und das sind gar nicht so wenige: Schätzungsweise 15% der Bevölkerung entwickeln einmal in ihrem Leben eine soziale Phobie.

Menschen mit einer sozialen Phobie leiden unter der ständigen Angst, sich vor Anderen zu blamieren, von ihnen nicht akzeptiert oder kritisiert zu werden. Diese Angst kann in allen sozialen Situationen des täglichen Lebens auftreten: Betroffene fühlen sich z.B. unwohl, wenn sie vor anderen reden, essen oder trinken müssen – ganz zu schweigen davon, mit anderen Menschen Kontakt aufzunehmen. Die Angst zeigt sich auch in körperlichen Beschwerden wie Schweißausbrüchen, Herzrasen/ Herzklopfen, Erröten, zitternden Händen, Übelkeit, Schwindel oder Durchfall. Menschen mit einer sozialen Phobie meiden zunehmend solche für sie unangenehmen Situationen, was soweit gehen kann, dass sie irgendwann kaum noch ihre Wohnung verlassen.
So bauen Sie Ängste ab

Wenn Sie unter einer sozialen Phobie leiden, kann Ihnen ein Psychotherapeut helfen, Ihre Ängste Stück für Stück abzubauen. Die gängigsten Verfahren sind hierbei die tiefenpsychologisch fundierte Therapie und die kognitive Verhaltenstherapie.
Sie können aber auch einiges selbst tun! Vor allem wenn Ihre Ängste noch nicht sehr ausgeprägt sind, können Ihnen folgende Tipps zu einem angstfreieren und entspannteren Alltag verhelfen:

    Bewegen Sie sich regelmäßig – am besten an frischer Luft,
    denn körperliche Betätigung wirkt antidepressiv, entspannend und angstlösend.
    Entspannen Sie Ihre Muskeln.
    Lösen Sie Muskelverspannungen, z.B. durch Massagen oder Kräuterbäder.
    Entspannen Sie Ihren Geist.
    Mit Entspannungsübungen können Sie sich bereits im Vorfeld für unangenehme Situationen "wappnen" – und nachher helfen Sie Ihnen, eventuell entstandene Spannungen wieder abzubauen. Gut geeignet sind dafür z.B. Autogenes Training, Tai Chi, Qigong oder die progressive Muskelrelaxation nach Jacobson.

Soziale Phobie oder nur schüchtern?

Woran erkennt man nun, ob es sich wirklich um eine soziale Phobie handelt oder vielleicht doch nur um normale Schüchternheit? Wer schüchtern ist, ist im Kontakt mit anderen (unbekannten) Menschen oft etwas befangen und wird vielleicht auch hin und wieder Situationen meiden, in denen er auf neue Leute trifft. Jemand mit einer sozialen Phobie hingegen fühlt sich in solchen Situationen nicht nur unwohl, sondern entwickelt regelrecht Ängste und reagiert auch mit körperlichen Angstsymptomen wie Zittern und Herzrasen.
Hinter beidem - sozialer Phobie und Schüchternheit - versteckt sich meist die Angst vor Ablehnung. Der Grund für diese Angst liegt in einem negativen Selbstbild: Wenn ich mich selbst schon nicht leiden kann – warum sollten mich dann andere mögen? Die eigene schlechte Meinung von sich  wird dann auch von anderen erwartet. Selbst positives Feedback ändert oft nichts an dieser Einschätzung ("Das hat er doch nur gesagt, weil er nett sein wollte.").
Der wichtigste Schritt zu einem harmonischen Miteinander und vor allem einem zufriedeneren Leben ist, mit sich selbst ins Reine zu kommen: Freunden Sie sich mit sich selbst an und verzeihen Sie sich auch die eine oder andere Schwäche - bei anderen sind Sie ja schließlich auch nachsichtig. Sie werden keine Angst mehr vor Ablehnung und Kritik durch andere haben, wenn Sie sich als wertvollen und liebenswerten Menschen begreifen.

quelle artikels:  http://www.mein-gesundbrunnen.de

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